1,5 Mio. € für Moorprojekte

Das Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum erhält für die beiden Projekte „NassMoor“ und „MoniMoor“ insgesamt 1,5 Mio. € Fördermittel, um Lösungsansätze für das Wassermanagement in vernässten Hochmoorfläche und Paludikulturen zu entwickeln. Ziel beider Projekte ist es, wissenschaftliche Grundlagen für die nachhaltige Wiedervernässung und Bewirtschaftung von Moorflächen zu schaffen und damit Treibhausgasemissionen zu reduzieren, Moorökosysteme langfristig zu erhalten, sowie eine Möglichkeit der Wertschöpfung für die Flächeneigentümer zu erhalten.

Das Projekt „NassMoor“ verfolgt das Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt von Hochmooren umfassend zu erforschen und darauf aufbauend praxistaugliche Maßnahmen für eine nachhaltige Vernässung zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei die Erstellung detaillierter Klimasimulationen des Leichtweis-Institutes der Technischen Universität Braunschweig, Feld- und Laborversuche zur Ermittlung relevanter Wasserhaushaltsdaten sowie die Entwicklung effektiver Strategien zur Wasserspeicherung und Landschaftsanpassung. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachleuten aus Hydrologie, Wassermanagement und Naturschutz sowie die Einbindung regionaler Akteure sollen umsetzbare Lösungen entstehen, die auch zukünftige klimatische Veränderungen berücksichtigen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung grundlegender Datenlagen und schafft eine verlässliche Basis für langfristige Investitionen in Klima- und Moorschutz.

Projektziel von „MoniMoor“ ist das Schaffen von wasserwirtschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Moorstandorten durch Paludikulturen mit Torfmoosen. Im Mittelpunkt steht die Erhebung praxisrelevanter Daten zum Wassermanagement, um den Wasser- und Energiebedarf dieser Bewirtschaftungsform zu optimieren. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und Reduktion von CO₂-Emissionen, zum Erhalt und zur Regeneration von Moorökosystemen sowie zum Schutz der regionalen Wasserressourcen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in praxisnahe Handlungsempfehlungen für Landwirte, Betreiber und Behörden münden und das Wissen im Bereich Moorhydrologie und nachhaltige Paludikultur erweitern. Beide Projekte leisten damit einen essentiellen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zum Klima- und Gewässerschutz sowie zur praktischen Umsetzung von Paludikultur als innovative und wirtschaftliche Form der Moorbewirtschaftung.

Kooperation mit dem NLWKN

Am 13. Juni 2025 haben die Ostfalia Hochschule mit der Fakultät Bau-Wasser-Boden und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, die praxisnahe Ausbildung in den Bachelorstudiengängen Bau- und Umweltingenieurwesen zu stärken.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Ostfalia.

v.l.n.r.: Professor Klaus Nelting, Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN, Thorsten Albers, Dekan der Fakultät Bau-Wasser-Boden, Sabrina Lorenz, Geschäftsbereichsleiterin Zentrale Aufgaben des NLWKN, Heiko Marquardt, Leiter der Betriebsstelle Lüneburg, sowie Professor Klaus Röttcher

Neues aus dem Projekt 4D-Rain

Mai 2025 – Vom Konzept zur Anwendung: Erste Feldversuche gestartet

Nach einer intensiven Phase der Konzeption und Entwicklung eines Messsystems zur Bewertung landwirtschaftlicher Bewässerungsmaschinen starten nun die ersten praktischen Erhebungen auf dem Feld. Mit großem Engagement wird daran gearbeitet, die theoretisch entwickelten Ansätze unter realen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln. Am 22. Mai 2025 stellte Felix Schmidt das Projekt im Rahmen eines Fachvortrags auf dem Projekttag Wasser an der Ostfalia Hochschule in Suderburg vor.
Zur Projektseite:
https://wasser-suderburg.de/4drain/

Außergewöhnliche Trockenheit

Noch nie gab es im März weniger Niederschläge seit Beginn der Wetteraufzeichnungen als 2025. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet bereits seit längerem über die zunehmende Trockenheit. Bundesweit wurden im März nur 30% der Niederschläge des vieljährigen Mittels erreicht. Im Norden, südlich und östlich von Hamburg, wurden in Februar und März weniger als 10mm gemessen. Der Dürremonitor des UFZ zeigt für große Teile des Landes eine tiefrote Farbe an was für eine „außergewöhnliche Dürre“ steht, zumindest im Oberboden bis 25 cm tiefe. Der Boden bis 1,8 m tiefe sieht noch etwas moderater aus, allerdings ist das für die Frühjahrsbestellung der Landwirte weniger relevant. Hier braucht das Saatgut und der Dünger die Feuchtigkeit an der Oberfläche. Laut DWD ist zunächst keine Erleichterung in Sicht. Evtl. stellt sich die Wetterlage ab Sonntag um, ob dann die fehlenden Niederschläge der letzten 2 Monate kompensiert werden bleibt aber fraglich.

Drei Regner hintereinander im Landkreis Uelzen. Der Versuch die Frühjahrsbestellung in Gang zu bekommen.

Drittes Nationales Forum Agri-PV in Berlin

Das INBW hat am Mittwoch dem 29. Januar 2025 Ergebnisse aus dem EIP-Agri Projekt „Wassermanagement und Mikroklima unter der Agri-Photovoltaikanlage“ vorgestellt. Das 3. Nationale Forum Agri-PV wurde vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Kooperation mit dem Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems (ISE) im Fraunhofer Forum Berlin durchgeführt. Ungefähr 100 geladene Teilnehmer haben an der Veranstaltung teilgenommen und sich mit dem Thema „Der Agri-PV das Feld bereiten“ auseinandergesetzt. Neben dem allgemeinen Teil des Programms und einer interaktiven Phase mit Themen-Tischen und einer Posterausstellung gab es drei Fokusthemen, Wassermanagement in Agri-PV Systemen, Betriebserfahrungen mit nachhaltigen Agri-PV Anlagen und Akzeptanz von Agri-PV.

Im ersten Fokusthema Wassermanagement hat das INBW erste Ergebnisse aus dem EIP Projekt „Agri-PV“ vorgestellt. Hier lag der Fokus auf der Niederschlagsverteilung unter der Anlage sowie die Verteilung der Bodenfeuchte und die Unterschiedliche Verdunstung. Neben der Vernetzung mit anderen Stakeholdern im Bereich Agri-PV konnte auch die Erkenntnis mitgenommen werden, dass sich die Forschung am INBW am Zahn der Zeit bewegt und hier exklusive Ergebnisse produziert werden, die in der Forschungsgemeinschaft auf reges Interesse gestoßen sind.

Beregnungsversuche

Zeitraffer der Bewässerung

 

 

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Aufbau des Beregnungsversuches

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Aufbau und Auswertung

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Zu Besuch beim NDR!

In der Sendung „Hallo Niedersachsen“ vom NDR waren kürzlich Domenik Jentsch und Klaus Röttcher in der Reportage „Nachhaltigkeit: Zuckerrüben als Wasserquelle“ zu Gast. Dabei wurde vorgeführt und darüber aufgeklärt, wie die Verwendung von Drohnen beim Bewässern von Zuckerrüben einen massiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit in der Bewässerung hat.

Alternativ lässt sich die Reportage unter folgendem Link anschauen:

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS81MWFhZGFjMS02MTI3LTQwOGUtODY2Yy0zOGRmZmY5NzAyOGQ

Jahresbericht 2023 des ZDIN erschienen!

Das Zentrum für digitale Innovationen Niedersachen (ZDIN) hat den Jahresbericht 2023 veröffentlicht. Dieser gewährt einen Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr der Digitalisierungsforschung der sieben interdisziplinären Zukunftslabore. Innerhalb des Berichtes werden die innovative und transferorientierte Lösungen der Forschenden aus den entsprechenden Zukunftslaboren vorgestellt.

Zusätzlich ermöglicht der Jahresbericht Einblicke in Kennzahlen wie die Höhe der eingeworbenen Fördermittel, Anzahl von Veranstaltungen, beschäftigte Wissenschaftler, beteiligte Hochschulen und Universitäten sowie Praxispartner, betreute Abschlussarbeiten und wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Das INBW ist mit dem Projekt Dirrigent am Zukunftslabor Wasser beteiligt.

Das Projekt wird unter folgendem Link vorgestellt:

Der Bericht ist unter folgendem Link aufrufbar:

https://zdin.de/einblicke/interaktiver-jahresbericht