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Gnarrenburger Moor: Gebietskonzept und Wassermanagement

Finanziell gefördert durch

Projektpartner

Das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte Projekt ist das Folgeprojekt Modelprojektes „Gnarrenburger Moor“. Dies hatte zum Ziel klimaschutzorientierte und torfschonende Maßnahmen für eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Moorgrünflächen zu entwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes waren Demonstrationsversuche zu einer schachtbasierten Unterflurbewässerung und intensive Messungen der Treibhausgasemissionen. Das von Dezember 2020 bis März 2023 dauernde Folgeprojekt setzt einen Fokus auf das Wassermanagement in dem ein ganzheitliches Bewirtschaftungskonzept erarbeitet wird. Die Projektleitung liegt bei dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), die landwirtschaftliche Beratung und die agrarstrukturelle Erhebung werden von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) durchgeführt und die Entwicklung des einzugsgebietsbezogenen Wassermanagements wird vom Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg bearbeitet.

Das Projekt wurde mit einer Veranstaltung am 30.03.2023 in Gnarrenburg abgeschlossen. Den Abschlussbericht können Sie hier ansehen.

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Zielsetzung
Das Ziel des Folgeprojekts zum Modellprojekt Gnarrenburger Moor ist die Konzeption eines Wassermanagements, das Überschusswasser zurückhält (speichert) und zum Ausgleich des sommerlichen Wasserdefizits und zur Gewährleistung ganzjährig gefüllter Gräben nutzt. Dadurch soll den Landnutzern ermöglicht werden, die Moorwasserstände in ihren Flächen hoch zu halten und die Torfmineralisation zu verringern. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen Grundwasser genutzt werden muss, um ggf. Defizite in der Bereitstellung von Oberflächenwasser in den Sommermonaten auszugleichen.

Betrachtungen im Projektgebiet
Es wurden zwei Gebiete im Projektgebiet identifiziert auf denen ein Gebietskonzept erarbeitet wird. Zunächst wurden die Gebiete vermessen um einen Überblick über die hydraulischen und hydrologischen Verhältnisse zu bekommen.

Wehrkonzept
Ein Wehrkonzept, basierend auf einer Unterwassersteuerung, soll die zentrale Steuerung der Wasserstände größerer Gebiete ermöglichen. Dafür wurden von der Ostafalie Wehre konzipiert und angefertigt die im Projektgebiet erprobt werden. Der Wasserstand lässt sich an einem mechanischen Wehr einstellen und steuert damit nachgeschaltete hydraulisch gesteuerte Wehre.

Grabenanstau/-einstau
Durch den Anstau oder Einstau von Gräben sollen in Verbindung mit einer drucklosen Unterflurbewässerung die Wasserstände in der Fläche angehoben werden, um die Torfmineralisation zu verhindern. Das Ziel ist es hier den Wasserstand auf ca. 15 cm unter Geländeoberkante einstellen zu können. Durch die Wehrsteuerung soll das kurzfristige Absenken des Wasserspiegels und damit die Bewirtschaftung der Flächen ermöglicht werden.

Für weitere Informationen sind wir gerne für Sie da;

Projektleiter:

Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher

Email:k.roettcher@ostfalia.de
Phone: +49 5826 988 61230

Dipl.-Ing. (FH) Dominic Meinardi M.Sc.

Email:d.meinardi@ostfalia.de
Phone: +49 5826 988 61640