Exkursion mit Studierenden und Experten zur naturhaben Umgestaltung der Teichanlage Dullborn

Die BWK Bezirksgruppe Lüneburg hat am Freitag den 3. Juni eine Exkursion zur naturnahmen Umgestaltung der Teichanlage Dullborn bei Schnega angeboten. Im Bereich des Dullborn und des Schnegaer Mühlengraben gab es früher eine kommerzielle Fischteichanlage mit um die 50 Fischteichen nach einigen Problemen an der Anlage wurden die Flächen vom Land Niedersachsen erworben und durch das NLWKN naturnah umgestaltet. Die Umgestaltung fand unter der Leitung von Philipp Stoedter, NLWKN Lüneburg statt der die Maßnahme auch vor Ort erläuterte. Besonders interessant waren die an verschiedenen Stellen sichtbaren artesischen Grundwasserquellen.

Exkursion mit Studierenden zur Allerrevitalisierung bei Wolfsburg

In der Vergangenheit wurde die Aller über weite Strecken stark begradigt, im Einzugsgebiet haben u.a. der Bau des Mittelandkanals und des VW-Werkes sowie die Verregnung von gereinigtem Abwasser aus der Kläranlage zu starken Veränderungen der Abflüsse geführt. Im Bereich des Stadions des VfL Wolfsburgs und des Allerparks konnte der Aller-Ohre-Verband eine umfangreiche Revitalisierung der Aller ermöglichen die auch die Anlage von neuen Mäandern beinhaltete. Die gesamte Maßnahme konnte hochwasserneutral umgesetzt werden und beinhaltet auch verschiedene Möglichkeiten für die Menschen der Region einen Blick auf die Renaturierungsmaßnahme zu werfen auch wenn die Maßnahme selbst in einem Naturschutzgebiet liegt.

Workshop zur Zukunft der Digitalisierung im Wassermanagement

Am Rande der Einweihung des Forschungsbaus des Zentrums für Marine Sensorik (ZfMarS) in Wilhelmshaven am 13.5.2022 fand ein Workshop zur Zukunft der Digitalisierung im Wassermanagement statt bei dem sich Wissenschaftler und Professoren nahezu aller niedersächsischen Hochschulen über die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft ausgetauscht haben. Die Ostfalia Hochschule wurde dabei von Prof. Wallner und Prof. Röttcher vertreten. Weitere Informationen zur Einweihung bei der auch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler anwesend war finden sich auf der Seite der Uni Oldenburg.

Campus Suderburg wird Wasser-Quartier

Als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz setzt sich die Ostfalia am Campus Suderburg dafür ein, Leitungswasser statt Flaschenwasser zu verwenden und intensiv für die Nutzung von Leitungswasser zu werben.

„Global denken, lokal handeln“, so lässt sich die jüngste Initiative von Prof. Klaus Röttcher von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften zusammenfassen. Zum „Weltwassertag“, unter dem Motto Groundwater: Making the invisible visible am 22.03.2022, ist der Campus Suderburg „Wasser-Quartier“ unter der Schirmherrschaft des Samtgemeindebürgermeisters Dipl.-Ing. Wolf-Dietrich Marwede geworden.

Der Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule wird das 20. Wasser-Quartier in Deutschland und das erste an einer Hochschule. Ziel der Wasserquartiere ist es, eine Wasserwende zu erreichen und den Trend zu immer mehr Flaschenwasser umzukehren.

Der Pro-Kopf-Flaschenwasserkonsum in Deutschland ist heute 15-mal höher als in den 1970er Jahren. Dadurch werden viel Plastikmüll und unnötige CO2-Emissionen verursacht, insgesamt 1,5-mal so viel, wie der innerdeutsche Flugverkehr. Daher hat a tip: tap e.V. (deutsch: ein Tipp: Leitungswasser) die Initiative Wasserwende gegründet, um diesen Trend umzukehren und das Trinkwasser als Getränk Nr. 1 ins Rampenlicht zu rücken. Der Trend zum Trinkwasser soll durch die sich gegenseitig verstärkenden Elemente Bildung, Beratung, Aktionen für Bürger*innen, Trink-Orte und positive Kommunikation erreicht werden.

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26 neue Fachberater aus Suderburg

Bereits zum siebten Mal seit 2013 wurden vom 23.-25.2.22 in Suderburg Fachberater Hochwasser für den Katastrophenschutz ausgebildet. Der Kurs richtet sich sowohl an Studierende, wie an Kräfte des Katastrophenschutzes und vermittelt umfassende Kenntnisse in allen Bereichen des operationellen Hochwasserschutzes, von der Entstehung von Hochwasser, über rechtliche Grundlagen, dem Einsatz von Sandsäcken bis hin zu mobilen Hochwasserschutzelementen und Objektschutz.

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Automatisierter Regenschutz für Feldberegnungsversuche

Auf den Versuchsfeldern der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hamerstorf werden seit über 20 Jahren Beregnungsversuche durchgeführt. Neben den Beratungsempfehlungen zum Beregnungseinsatz werden auch Forschungsprojekte bearbeitet, die unter anderem auch mit der Ostfalia Hochschule zusammen durchgeführt wurden. Als jüngstes Beispiel sei hier das SeBeK Projekt genannt.

Um die Ergebnisse und die Aussagekraft der Beregnungsversuche zu verbessern wir ein automatisch arbeitendes Regenschutzdach auf einem Teil der Versuchsfläche installiert (Projekt Rainshelter). Die Finanzierung der Baukosten von rund 320.000 EUR wird durch umfangreiche Fördermittel der LEADER-Region „Heideregion Uelzen“, des Digitalisierungsfonds des Landes Niedersachsen und der Metropolregion Hamburg ermöglicht.

Weitere Informationen zu diesem Thema erfahren Sie auf der Webseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Regenschutz für Beregnungsversuche

Ausbau der „Kompetenzregion für Bewässerung Nord-Ost-Niedersachsen“

Die Region Nord-Ost-Niedersachsen ist führend beim Thema Feldberegnung. Die Ostfalia-Hochschule mit dem Campus Suderburg ist bundesweit und teils sogar international bekannt als Standort für wasserwirtschaftliche Lehre und Forschung. Weil die Beregnung landwirtschaftlicher Flächen zunehmend an Bedeutung gewinnt, während sich die Ressource Wasser gleichzeitig verknappt, wurde in 2019 an der Hochschule das „Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum (INBW)“ sowie der „Förderverein Nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum“ gegründet. Der Verein bildet die Brücke zwischen Forschung sowie den Akteuren aus Verwaltung, Firmen, Verbänden in den Bereichen Wassermanagement, -bewirtschaftung und -verwendung. In Verbindung mit dem Beregnungsversuchsfeld der Landwirtschaftskammer in Hamerstorf stellt sich die Gemeinde Suderburg zunehmend als Standort eines Forschungsclusters hinsichtlich Bewässerungsforschung und Wassernutzungseffizienz in der Landwirtschaft dar. Mit dem Rainshelter wird dieses Alleinstellungsmerkmal gesichert und zugleich weiter ausgebaut. (Dr. Jürgen Grocholl, LWK 2021)

Hochwasserschutz von Gebäuden

Ostfalia Hochschule und Akademie Hochwasserschutz stellen Aufzeichnungen zum Hochwasserschutz von Gebäuden zur Information für Hauseigentümer und Rettungskräfte bereit

Durch die dramatischen Bilder der Hochwasserereignisse der letzten Tage in Nordrheinwestfalen, Rheinland Pfalz und Bayern fragen sich viele Menschen, könnte ich auch von solchen Ereignissen betroffen sein und was kann ich tun. Die Akademie Hochwasserschutz hat in den vergangenen Wochen zwei Onlinevorträge mit Prof. Röttcher organisiert, die Themen behandeln, die durch das abgelaufene Hochwasserereignis an einer breiteren Bedeutung gewonnen haben. Um diese Informationen jetzt einem breiteren Kreis von Interessierten zugänglich zu machen, hat Prof. Röttcher diese Vorträge etwas aktualisiert und aufgezeichnet, so dass Interessierte sich diese nun online noch einmal ansehen können.

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Wasserknappheit – eine Lebensader versiegt

Campus 38 stellt vor;

In Deutschland herrscht immer wieder Wasserknappheit. Besonders in Niedersachsen ist diese Problematik schon öfter aufgetreten. Der Hauptauslöser heißt Klimawandel. Gemeinsam mit den Experten Klaus Röttcher und Friedhart Knolle spricht Moderatorin Sarah Kirchhoff über das ökologische Phänomen.

Von: Sarah KirchhoffJanne SurborgEva Dulski

Der Ostfalia NEWSROOM „CAMPUS 38“ ist HIER verfügbar!

„Wasser – Bedrohung oder das Gold der Zukunft?“

Unternehmen tauschten sich online mit IHK und Ostfalia aus

Am 5. November 2020 öffnete der Standort Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften für zwei Stunden seine digitalen Türen. Im Rahmen der Innovationstour „Forschung erforschen!“ hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg Unternehmen eingeladen, sich zu neuen Technologien zu informieren und auszutauschen. Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher gab Einblicke in seine Forschung am Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum (INBW) und zeigte Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf.

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„Unser Ziel ist es, den direktesten Technologietransfer der Welt zu machen“, begrüßte Michael Petz, gemeinsame Innovationsförderung der IHK Lüneburg-Wolfsburg und der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, die Gäste. Sechs Unternehmerinnen und Unternehmer der regionalen Agrar- und Wasserbranche erhielten zunächst Einblicke in das Know-how der Ostfalia: Professor Röttcher erklärte in seinem Vortrag unter anderem, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Wasserwirtschaft dazu beitragen können, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern. Angesichts des steigenden Bewässerungsbedarfs ist es notwendig, so Röttcher, noch stärker nach Lösungen zu suchen, die Ökologie und Ökonomie vereinen. Einige Forschungsprojekte, die er vorstellte, könnten dazu beitragen. Beispielsweise könnten Technologien wie Bodenfeuchtesonden in Verbindung mit Dohnen oder Satellitenbildern im Agrarbereich dazu beitragen, den Wasserbedarf zukünftig genauer und flächenspezifischer zu erfassen und noch gezielter zu bewässern.

Der Teich am Campus Suderburg dient auch der Wasserwirtschaft: Darin wird das Regenwasser der umliegenden Gebäude gesammelt. Foto: Ostfalia.

Obwohl die Veranstaltung kurzfristig im Sinne der Maßnahmen zur Eingrenzung der Corona-Pandemie von Präsenz auf eine Videokonferenz umgestellt wurde, kam ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden zustande. Unternehmen seien jederzeit dazu eingeladen, für Kooperationen auf die Ostfalia zuzukommen – sei es im Rahmen von fachlichem Austausch, studentischen Arbeiten, der Entwicklung gemeinsamer Projekte und Anträge oder der Auftragsforschung, so Professor Röttcher. Abschließend gab er eine kurze digitale Führung in die Suderburger Versuchshalle. Dort können verschiedene Szenarien wie Überflutungen oder Deichbrüche realitätsgetreu zu Lehr- und Forschungszwecken simuliert werden, auch unter Einsatz der digital erweiterten Realität (Augmented Reality).

Bewässerung: Umweltminister informiert sich im Landkreis über innovative Projekte

Die Besichtigung des Wasserspeichers Stöcken bildete den Auftakt eines Besuches, zu dem der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies auf Einladung von Landrat Dr. Heiko Blume kürzlich in den Landkreis Uelzen gekommen ist. „Angesichts zahlreicher bereits umgesetzter Projekte gilt unser Landkreis seit Jahren als Kompetenzregion in Fragen der landwirtschaftlichen Bewässerung und des Wassermanagements“, so Blume im Beisein hochrangiger Verantwortlicher aus den Bereichen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft.

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Unter ihnen Ulrich Ostermann vom Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen, Thorsten Riggert und Johannes Heuer vom Bauernverband Nordostniedersachsen, Dr. Jürgen Grocholl von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Klaus Röttcher von der Ostfalia-Hochschule, Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum, sowie Lutz Meyer vom Fachverband Feldberegnung. Seitens der Kreisverwaltung nahmen neben Landrat Dr. Blume auch Tobias Linke sowie Alexander Krüger an dem Treffen teil.

Gemeinsam unterstrichen sie gegenüber dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz die Vorreiterrolle des Landkreises Uelzen, was Themen wie nachhaltige Feldberegnung beziehungsweise innovative Beregnungstechnik, Wasserspeicherung, Nutzung von Oberflächenwasser, Wasserrückhaltesystemen, wassersparenden Ackerbau, Waldumbau oder die sogenannte „Klarwasserverrieselung“ betrifft.

Gleichzeitig warben sie bei Minister Lies um Unterstützung des Landes Niedersachsen bei der Initiierung beziehungsweise Umsetzung weiterer Vorhaben im Bereich der Wasserwirtschaft. „Aufgrund der langjährigen Erfahrungen mit entsprechenden Projekten liegen in dieser Region bereits viele konkrete Ergebnisse vor, die wiederum die Grundlage für weitere Forschungen, Projekte und Entwicklungen sein können, die dann auch für weitere Regionen in Norddeutschland richtungsweisend sein können“, richtete Blume einen Appell an seinen Gast aus der Landeshauptstadt Hannover

Als perspektivische Beispiele nannte Ulrich Ostermann vom Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen die Schaffung weiterer Wasserspeicher, die jedoch auch kleiner sein können als der Wasserspeicher Stöcken. Dieser Wasserspeicher diene übrigens längst nicht mehr nur als Vorratsbecken für die Feldberegnung, sondern auch als wichtiger Aufenthaltsort einiger Vogelarten.

Thorsten Riggert hob seinerseits die Bedeutung der Feldberegnung beziehungsweise die der entsprechenden Infrastruktur für die heimische Landwirtschaft hervor. „Die Bewässerung ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaft und den Erhalt der Betriebe. Auch für den ökologischen Anbau ist sie praktisch unverzichtbar“, stellte Riggert gegenüber dem Minister klar. Dieser signalisierte abschließend grundsätzlich Bereitschaft, eine mögliche Unterstützung des Landes für weitere Vorhaben in der Kompetenzregion Uelzen zu prüfen und gegebenenfalls zu unterstützen.

Suderburg, den 31.08.2020