NBW aktuell


  • Lehre und Forschung für die Entwicklung des ländlichen Raums

  • Das Forschungsprojekt „Sensorgestützte Beregnung von Kartoffeln“ rückte bereits durch den heißen und trockenen Sommer 2018 in den Fokus der Medien. Hier wird untersucht, wie sich die Bewässerung von Kartoffeln durch den Einsatz von Infrarotsensoren gezielter und so am Ende wassersparender umsetzen lässt.  „Der Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der nachhaltigen Wasserwirtschaft im ländlichen Raum kommt in Niedersachsen als Agrarland Nr. 1 eine besondere Bedeutung zu“, so Minister Thümler. Ganz aktuell habe das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zum Tag des Wassers am vergangenen Freitag zu einem nachhaltigeren und rücksichtsvolleren Umgang mit dieser Ressource aufgerufen. Mit dem in Suderburg neu gegründeten Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum würden in hervorragender Weise entsprechende Aktivitäten direkt in der Region gebündelt. Das Fakultätsteam präsentierte außerdem E-Learning Angebote für die Weiterbildung, zum Beispiel zum Thema Klimawandel und Klimaanpassung für landwirtschaftliche Fachkräfte der Region Uelzen. Das dritte Projekt „Dynamische Modellierung des Sauerstoffbedarfs von Kläranlagen“ hat sich zum Ziel gesetzt, optimierte Konzepte für den Betrieb von biologischen Kläranlagen zu entwickeln. Die Belüftung mit Sauerstoff verursacht bisher den größten Teil des Energiebedarfs dieser Kläranlagen. Der Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liegt deshalb auf verbessertem Energieverbrauch und Effizienz.

  • Besuch des Minister Björn Thümler am 25.03.2019 am Campus Suderburg


  • Veröffentlichungen

    1. Bedarfsgerecht bewässern mit Sensortechnik

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    Meinardi, Dominic; Dahms, Iris; Röttcher, Klaus GND; Kraft, Martin; Schröder, Johanna

     

    Abstract: Der Sommer 2018 hat wieder gezeigt: Der Klimawandel ist kein Zukunftsproblem, wir sind mittendrin. Die Abstände der Extremwetterlagen, die in diesem Jahr für den Hitzesommer gesorgt haben, werden immer kürzer. Es sind daher sehr bald weitere „Jahrhundertsommer“ zu erwarten, die entweder extrem trocken sind, wie in diesem Jahr, oder extrem feucht, wie 2017. Die Bedeutung des sich ändernden Wetters für die Gesellschaft dürfte sich nunmehr jedem offenbart haben und der Bedarf an geeigneten Anpassungsstrategien in der Landwirtschaft steigt mehr und mehr. Über eine der Möglichkeiten, mit dem zur Verfügung stehenden Wasser sparsam umzugehen und dieses möglichst effizient einzusetzen, berichtet folgender Beitrag.

     

     

    Erschienen in: Kartoffelbau : die Fachzeitschrift für Spezialisten (Vol.69, H.11 S. 31-35, November 2018)

    1. Suderburg:„Ein Meilenstein für die Ostfalia"



    Hochschule plant Erweiterung in Suderburg / Gemeinde verkauft Fläche für neues Forschungsgebäude


    Der Suderburger Rat hat jetzt in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, dem Land ein 8.395 Quadratmeter großes, gemeindeeigenes Grundstück an der Herbert-Meyer-Straße zu verkaufen. Über den Kaufpreis hüllen sich die Beteiligten in Schweigen.Auf dieser Fläche im Süden des Suderburger Campus‘, auf der sich bislang einige Parkplätze für Ostfalia-Mitarbeiter befinden, will die Hochschule ein Forschungsgebäude errichten. Dieser Neubau hängt unmittelbar mit einem weiteren Projekt der Ostfalia zusammen: An der Straße „In den Twieten“ plant sie für geschätzte 3,5 Millionen Euro ein modernes Seminar- und Bürogebäude (AZ berichtete). Dafür werden aber zahlreiche Parkplätze zwischen Mensa und Studentenwerk wegfallen. Für Ersatz will die Ostfalia daher auf dem nun vom Gemeinderat verkauften Areal sorgen. Bei letztgenanntem Vorhaben, für das Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beantragt wurden, gebe es aber noch einige Unwägbarkeiten. Zunächst müssen die NBank und das niedersächsische Wissenschaftsministerium die Fördergelder genehmigen.


    Zum Schluss muss der Haushaltsausschuss des Landes die Freigabe der Mittel beschließen. „Das ist bei Bauvorhaben von über drei Millionen Euro immer so“, sagt Distler. „Die Entscheidung könnte Anfang nächsten Jahres fallen.“ Wie teuer der Neubau wird, kann er aber noch nicht sagen.Außerdem muss die Gemeinde Suderburg den Bebauungsplan für die Fläche an der Herbert-Meyer-Straße ändern, um dort dichtere Bebauung zu ermöglichen. Dieser Beschluss ist innerhalb der Suderburger Politik aber unumstritten. In dem geplanten Neubau im südlichen Campus-Bereich will die Ostfalia verschiedene Forschungsprojekte mit Drittmitteln – also Geldern, die nicht aus dem Haushalt der Hochschule stammen – starten. Eines davon ist die sensorgestützte Beregnungssteuerung für Kartoffeln. Dafür hat die Hochschule bereits Fördermittel von rund 780.000 Euro vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg erhalten (AZ berichtete).



    Erschienen in: AZ Uelzen von Bernd Schossadowksi, 15.08.2018


  • Aktuelles aus der Region


  • Förderverein Nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum in Suderburg gegründet

  • Am 27.6. wurde der Förderverein Nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum in Suderburg gegründet. Der Verein bildet die Schnittstelle zwischen der Forschung und den Akteuren aus Verwaltung, Firmen und Verbänden in den Bereichen Wassermanagement, -bewirtschaftung und -verwendung. Daneben spielt die Verbindung zwischen Forschung und Praxis und der Transfer von Forschungsergebnissen eine wichtige Rolle.

     

    Die Gründungsversammlung des Vereins fand an der Ostfalia Hochschule statt. Dazu waren insgesamt 18 Gründungsmitglieder und eine Reihe weiterer interessierter Personen und Institutionen sowie einige Gäste erschienen. Nach Beratung und Beschluss der Satzung wählten die Mitglieder den ersten Vorstand, der aus 5 Personen besteht. Zum Vorsitzenden wurde Dipl.-Ing. Ulrich Ostermann, Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser und Bodenverbände Uelzen, gewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Jan Bokelmann - Dachverband Feldberegnung Gifhorn, Dr. Jürgen Grocholl - Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher - Ostfalia, gewählt. Als Geschäftsführer des Vereins wurde der wissenschaftliche Mitarbeiter der Ostfalia, Dipl.-Ing. Dominic Meinardi M.Sc., gewählt. Zu den Mitgliedern gehören u.a. die Landkreise Uelzen und Celle, eine Reihe von Wasser- und Beregnungsverbänden, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Professoren aus Suderburg, Göttingen und Kiel, der Bauernverband Nordostniedersachsen, die Agravis Holding, der Fachverband Feldberegnung, der Wasserverbandstag, sowie Landwirte und weitere persönliche Mitglieder. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung wird außerdem ein Beiratzur Einbindung weiterer Institutionen sowie zur Begleitung der Forschungsaktivitäten gebildet.

     

    Die zunehmende Konkurrenz um die vorhandenen Wasserressourcen zwischen Trinkwasserversorgung, landwirtschaftlicher Bewässerung und genügend Wasser für den Naturhaushalt sowie die Zunahme von Starkregen, Hochwasser und Sturmfluten machen es notwendig, die Möglichkeiten des Wasserrückhaltes in der Landschaft und im Boden, sowie die möglichen Einsparpotenziale bei der Verwendung des Wassers umfassender zu nutzen. Dies ist umso wichtiger, als dass sich diese Situationen durch den Klimawandel noch weiter verschärfen werden.

     

    Die Wasserwirtschaft im ländlichen Raum stellt in verschiedener Hinsicht besondere Anforderungen, die bisher in Forschung und Praxis oft nur unzureichend berücksichtigt wurden. Die geringere Besiedlungsdichte erfordert mehr Leitungen und Infrastruktur pro Verbraucher, Zentralisierung ist gegenüber dezentralen Konzepten abzuwägen. Eine größere Zahl kleiner und mittlerer Abwasserreinigungsanlagen zu ertüchtigen, z.B. um Spurenstoffe oder Mikroplastik aus dem Abwasser zu entfernen, ist aufwändiger als in zentralen großen Anlagen im urbanen Bereich. Andererseits ist im ländlichen Raum eine höhere Flächenverfügbarkeit gegeben und die Zahl industrieller Einleiter oder etwa Krankenhäuser sind begrenzt, sodass hier ein hoher Bedarf an individuellen Lösungen besteht. Das Verregnen von gereinigtem Abwasser zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen ist ein Beispiel für eine angepasste Lösung, die aber auch hohe Anforderungen an die Qualität des Abwassers stellt.

    Neben den genannten Themen sind ökologische Anforderungen hinsichtlich der Gewässerqualität und der Vermeidung von Einträgen von Nährstoffen, Mikrowirkstoffen oder Mikroplastik von Bedeutung.

    In Nordostniedersachsen liegen mit rd. 230.000 ha etwa 40 % (Niedersachen: rd. 310.000 ha, DE: rd. 580.000 ha) der insgesamt bewässerten Flächen Deutschlands. Durch diese Situation bedingt, ist im Nordosten Niedersachsens zu vielen dieser Themenfelder eine hohe Kompetenz vorhanden. Diese bezieht sich auf die Wasserverbände, die Unteren Wasserbehörden, die hier tätigen Firmen und Landwirte. Weiterhin sind im Speziellen die Landwirtschaftskammer und die Bildungseinrichtungen, wie die Ostfalia Hochschule und Berufsschulen, zu nennen.

     

    Erfahrungen aus der Region Nordostniedersachsen gewinnen immer mehr an Relevanz, auch in anderen Teilen Niedersachsens und Deutschlands. In allen hier angesprochenen Bereichen der Wasserwirtschaft bestehen für die Region Potenziale, die durch die Zusammenarbeit von Praxis und Forschung in Kooperation erschlossen werden können.

    Der nun gegründete Förderverein bietet eine interdisziplinäre Plattform für alle Beteiligten aus Forschung und Praxis. Hier können Lösungen entwickelt und erprobt werden. Auch die Anpassung von Konzepten für andere Regionen steht im Fokus des Vereins. Durch die enge Verbindung des Vereins mit dem im Januar 2019 gegründeten Institut für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum der Ostfalia Hochschule, Campus Suderburg bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Kooperation. Der steigende Handlungsbedarf wird durch die Expertise der Mitglieder des Fördervereins angesprochen. Das Netzwerk des Vereins erlaubt die Einbeziehung aller relevanten Forschungseinrichtungen, Verbänden, Gebietskörperschaften, Behörden und Firmen.

  • Teilnehmer der Gründungsversammlung vor der Ostfalia Hochschule in Suderburg
  • Kontakt:

     

    Dipl.-Ing. Ulrich Ostermann                                        Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher

    (Vorsitzender)                                                                (Stellv. Vorsitzender)

     

    c/o                                                                                    05826 98861230

    Kreisverband der Wasser                                             k.roettcher@ostfalia.de

    und Bodenverbände Uelzen

    Meilereiweg 101

    29525 Uelzen                                                                 Dipl.-Ing. Dominic Meinardi M.Sc.

    0581975511                                                                   (Geschäftsführer)

    ulrich.ostermann@wasser-uelzen.de                                                                                   

                                                                                             d.meinardi@ostfalia.de

                                                                                             www.wasser-suderburg.de

     

                                                                                             Institut für Nachhaltige Bewässerung und

                                                                                             Wasserwirtschaft im ländlichen Raum

                                                                                             Herbert-Meyer-Straße 7

                                                                                             29556 Suderburg

                                                                                             05826 98861640